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[02. April 2012] Ich mach' mein Ding 2012

Wir machen unser Ding einfach weiter... Am Montag war ich bei Udo und dem Panikorchester in Köln zum Tourabschlußkonzert. Ich hatte das große Vergnügen am Vormittag Steffi Stephan zum Frühstück zu treffen, und später dann Udo und die anderen bunten Vögel vom Lindi-Clan. Hier ist Clueso im Gespräch mit meinem Freund fürs Leben und Partner Prof. Dr. Stephan Kaußen, mit dem ich gerade an einem gemeinsamen Buchprojekt arbeite, während des Konzerts Mehr hier:

Er ist immer noch der King

Hut ab, Udo. Drei Tage lang füllt der 65-jährige, ewige Panik-Rocker Udo Lindenberg die Kölner Lanxess-Arena. Mit einem Zeppelin schwebte er vom Bühnenhimmel herunter und versetzte das Publikum vor dem ersten Ton schon in Ekstase.

KÖLN - Gestern Abend starteten die Lindenberg-Festspiele fulminant, heute Abend und am Montag bespielen Chef und Panikorchester noch einmal die große Konzerthalle. Das gelingt nur den ganz Großen des deutschen Pop. Mit einem Zeppelin schwebte er vom Bühnenhimmel herunter und versetzte das Publikum vor dem ersten Ton schon in Ekstase. Den seit 1980 obligatorischen Hut setzte Lindenberg natürlich nicht ab; wahrscheinlich war er am Kopf festgetackert.

Mit "Odyssee" stieg Lindenberg ein, einer apokalyptischen Polit-Vision mit den klassischen Zeilen: "Wir sind auf Odyssee, Odyssee - und keiner weiß, wohin die Reise geht / Odyssee, Odyssee - weil der Wahnsinn am Steuer steht." Lindenberg, der sich seine jugendliche Figur, seine charmante Schnoddrigkeit und seine nasal-scheppernde Stimme erhalten hat, ist ein großer Kümmerer. Kriege und Neonazis ("Neonazis, verpisst euch. Niemand vermisst euch"), Aufrüstung und Nachrüstung, Atomenergie und Gastarbeiter, Rudi Ratlos und Bisexualität, Klavier und Cello, zuletzt auch Syriens Assad: All das liegt dem Sänger am Herzen. Die Menschen lieben ihn für seine Empathie und sein Einfühlungsvermögen. In seinen Liedtexten erkennen sich alle zwischen 14 und 64 wieder, der Mann ist ein Mehr-Generationen-Musiker.

Und er ist einer, der sich nicht verbiegt und anpasst, er macht sein Ding. Der Song "Mein Ding" und die Zeile "Die Mode kam, die Mode ging, / Man war immer noch der King" versetzte die Lanxess-Arena in einen kollektiven Mitsing-Taumel. Die Band kleidete den Song in einen hallenfüllenden, hämmernden Sound. Was sollte da eigentlich noch kommen? Eine ganze Menge, Stationen einer Karriere, die 1973 mit dem Album "Alles klar auf der Andrea Doria" furios begann. Natürlich gab es "Cello" zu hören, mit dem Lindenberg einen emotionalen Höhepunkt setzte; "0-Rhesus-Negativ" im Rahmen einer artistischenVampir-Performance; und "Reeperbahn" als grandiose Reminiszenz an vergangene Zeiten.

Das Panikorchester begleitete den alten Recken kompetent: Gitarre, Bass, Schlagzeug, Orgel, dazu ein Sänger und einige sommerlich gekleidete Sängerinnen mit kraftvollen Stimmen. Mit von der Partie war auch Jan Delay, der bei "Ganz anders" als Duo-Partner auftrat. Mit Nathalie Dorra gab Lindenberg "Was hat die Zeit mit uns gemacht" soulige Tiefe. Vor "Vakuum" nahm Lindenberg, der immer daran erinnerte, wo er auftrat ("Kölle, Kölle, Kölle") ein Bad in der Menge. Das kam an. Ebenso wie die witzigen Projektionen, die geschmeidigen Tänzerinnen und der tänzelnd zappelige Auftritt des Stars.

Die literarischen Talente des in Gronau geborenen Hamburgers blieben gestern Abend nicht verborgen. Als cooler Kurzgeschichtenerzähler zwischen den Songs ist er nach wie vor präsent und unterhaltsam wie am ersten Tag. Giganten altern eben nicht wirklich.

Text von Dietmar Kanthak

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