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[16. Nov. 2007] 'Männlichkeit

Am heutigen Freitag erschien ein sehr interessanter Artikel zum gleichen Thema wie meine Malerei 'Der Herrn der Krone'. Vielleicht wird jetzt klarer wie zeitgeistig und aktuell mein Thema und die Umsetzung ist. Es muss doch möglich sein, dass jemand so etwas erkennt, oder?

VON CHRISTOPH GAHLAU, DPA Coburg — „John Wayne hätte am Arbeitsplatz keine Chance – der würde scheitern“, ist sich Olaf Jantz bei der Fachtagung „Coole Kerle“ am Donnerstag in Coburg sicher. Wayne fehlten die wichtigen Eigenschaften wie Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit, die bislang vor allem Mädchen zugeschrieben wurden, stellt der Diplom-Pädagoge fest. Jantz arbeitet seit über 20 Jahren bei „Mannigfaltigkeit“, einem bundesweiten Verein für Männer- und Jungenarbeit mit Sitz in Hannover. „Die Männlichkeit ist in der Krise“, sagt Jantz. Die Jobs, mit denen man mit Muskelkraft sein Geld verdienen kann, seien weitgehend verschwunden. Die Zeiten für „coole Kerle“ seien vorbei. Längst hätten die Mädchen den Jungs den Rang abgelaufen. „Frauen leiten erfolgreich Unternehmen, Mädchen gewinnen Preise bei ,Jugend forscht‘, und inzwischen haben wir in Deutschland sogar eine Bundeskanzlerin“, sagt Professor Ralf Bohrhardt von der Hochschule Coburg. „Spaß, Sport und Alkohol, so gibt sich gerne der typische Junge in seiner Umgebung. Und manchmal ist auch Speed und Hasch dabei, und das nicht nur auf Ibiza, sondern auch im Frankenwald“, sagt der Hochschullehrer für soziologische Grundlagen.

Jungs seien auch die schlechteren Schüler. Und dies liege nicht unbedingt nur am Alkohol. „Der renitente kleine Störenfried kann in Deutsch keine Zwei bekommen.“ Zu wenige männliche Erzieher. Den Jungen fehle es an männlichen Vorbildern in der Gesellschaft, ist Bohrhardt überzeugt. Nur zwei Prozent der Erzieher in den bayerischen Kindertagesstätten und Kindergärten seien männlich. Und auch in der Grundschule sei der Männeranteil mit 14 Prozent nicht gerade hoch. Dazu komme, dass durch die Scheidungen der Eltern oft der Kontakt zum Vater verloren gehe. „Den Jungs fehlen reale Männerbilder, an denen sie sich orientieren können.“ Oft komme noch dazu, dass sich die Frauen durch die Trennung von ihrem Mann verletzt fühlten und dann keinen Kontakt ihrer Kinder zum Vater mehr wünschten. „Ich spiele gern Pokémon, aber Mama will das nicht, weil ich dann so wird wie Papa“, zitiert Jantz den sieben Jahre alten Steve. An der Situation der Benachteiligung von Jungs seien die Männer aber nicht schuldlos. „Die Männer haben die Jungs vergessen, während die Frauen sich um die Mädchen gekümmert haben.“ Gemeinsam fordern Jantz und Bohrhardt die Politik auf, sich stärker um die Jungs zu kümmern. Die Kommunen sowie die Schulen und Vereine müssten ganz gezielt Jungenarbeit betreiben. Das Geld, das in diesem Bereich eingesetzt werde, dürfe aber nicht an anderer Stelle gespart werden, warnten die beiden Referenten der Fachtagung „Coole Kerle“. Frühere Tabus sind gefallen. Typische Jungen hätten durchaus auch ihre Vorzüge. Sie ließen sich beispielsweise leichter begeistern als Mädchen und würden ihre Konflikte offener austragen. Doch auch einige frühere Tabus, wie zum Beispiel, dass Jungs nicht weinen dürfen, seien inzwischen gefallen. Jantz plädiert daher dafür, das männliche Geschlecht auf dem Weg zum Erwachsenwerden zu begleiten. „Dann schwindet der Männlichkeitskult auf ein gesundes Maß.“

www.fraenkischer-tag.de



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