Ralf Metzenmacher
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[18. Mai 2015] Fuckingcoolstuff: Das Interview

"Nichts braucht mehr Mut und Charakter, als sich gegen seine Zeit zu stellen und gegen die allgemeine Strömung eine Gegenposition zu beziehen".

INTERVIEW MIT RALF METZENMACHER

Was ist Retro?

Das Zeitlose im Modernen oder auch das Qualitative im historischen Zivilisationsprozess kombiniert mit dem hier und heute. Und daraus ergibt sich sich Retro als fundamentaler Beitrag zur Gesellschaftsanalyse. Man könnte auch sagen, das Wertvolle, Bedenkens- und Erhaltenswerte der Vergangenheit in der Moderne.

Durch die Banalisierung und Überbeschleunigung der Moderne gibt es einen unsichtbaren Bedarf an Rückwendung und Verlangsamung. Das heißt, Retro wird dieser Definition konsequent folgend, immer wichtiger werden. Es es gibt keinerlei Anzeichen, dass der Mainstream sich der andauernden Banalisierung und Überbeschleunigung überhaupt bewusst ist. Und deshalb braucht es umso mehr Retro als zivilisatorischen Gegenpol.

Herr Metzenmacher, Ihre Gemälde sehen ja total abgefahren aus! Wie kam es zu diesem einzigartigen Stil?

METZENMACHER: Komplizierte Zusammenhänge sind schwer darstellbar, daher habe ich mich entschlossen für Klarheit zu sorgen und das Unterbewusste sichtbar zu machen. Die Reduzierung von Komplexität in Malerei. Sieht auf den ersten Blick nach Banalität aus, ist aber das Gegenteil. Wie kamen Sie zur Malerei? Was taten Sie vorher?

METZENMACHER: Ich habe schon immer gemalt und mich oft gefragt, warum es so viel Sinnloses gibt. Irgendwie fehlte mir ein kritischer Geist, der der deutschen Gesellschaft heute einmal so richtig den Spiegel vor die Nase hält. Bevor ich das dann selber in die Hand nahm, war ich Produktdesigner und Direktor bei einem Sportartikelhersteller. Übrigens, du kannst mich ruhig Ralli nennen. Geil. Zurück zu deinen aktuellen Schaffen. Deine Arbeiten sehen nicht nur fantastisch aus, sie sind vor allem gesellschaftskritisch. Meine Frage: Warum malst du keine Blumen?

RALLI: Dekoration und das, was man auch fotografieren könnte interessiert mich nicht. Ich bin an Inhalten interessiert und nicht an Äußerlichkeiten. Es muss doch jemanden geben, der darüber hinaus denkt und sich nicht einlullen lässt von Medien und nur nachplappert, was „die Schwachmaten einem so raten“.

Bilder zum Zustand unserer Zeit quasi.

RALLI: Alda, du denkst ja mit….zum traurigen Zustand unserer Zeit. Die Menschen haben viele Fortschritte gemacht, aber nun werden die hart erkämpften Werte aus falsch-verstandener Toleranz einfach über Bord geworfen. Das muss aufhören.

Wie hat damals die Kunstwelt auf dich reagiert? Aus meiner Erfahrung denke ich, braucht das neue Freunde! Konntest du auf deinem Weg welche finden?

RALLI: Die Kunstwelt hat mich bisher ignoriert. So einfach geht das, aber die Wahrheit gilt auch dann schon, wenn noch keiner sie erkennt. Freunde habe ich allerdings auch getroffen, große Geister mit Esprit und Eiern in der Hose. Keine Dampfplauderer. Dafür hat es sich schon gelohnt.

Zum Schluss fünf Standard-Fragen. Was ist dein Lieblingswort?

RALLI: Eigensinn oder Weltverbesserer

Was ist dein Lieblingsschimpfwort?

RALLI: Künstler

Welchem Beruf, außer deinem eigenen, würdest du gerne nachgehen?

RALLI: Ich würde jungen Menschen gerne helfen ihren eigenen Weg zu finden und ihnen ein Licht im Dunklen anknipsen. Also irgendetwas mit Lehre.

Welchem Beruf würdest du nicht gerne nachgehen?

RALLI: Verkäufer

Danke fürs Gespräch.

RALLI: Das waren nur vier Fragen.

Ja, im Layout kein Platz mehr.

Hier geht es zum kompletten Magazin: http://bit.ly/1PRdHZc


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