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[02.Februar 2015 ] Kulturamt Bamberg - Interviewfragen an Ralf Metzenmacher

Kulturamt Bamberg - Interviewfragen an Ralf Metzenmacher:

1. Stellen Sie sich bitte kurz vor:

Mein Name ist Ralf Metzenmacher und seit den frühen 1980er Jahren beschäftigte ich mich mit der Malerei. Während meines Studiums und neben meiner Tätigkeit als Designer entstanden zahlreiche Gemälde, die in meinem Buch „Denkanstöße aus anderer Perspektive - Malerei und Essays zum Zustand unserer Zeit“ dokumentiert sind. Ich sehe mich als Vertreter und Erfinder der Retro Art: eine Mischung von Kunst und Design als Spiegel der Gegenwart. Retro ist für mich nicht einfach nur ein Trend, sondern ein realer Fingerzeig auf die unterbewusste Sehnsucht der Menschen nach Romantik. Meine großformatigen Werke stehen in der Tradition des Fantastischen Realismus. Hier schaffe ich spannende Synergien zwischen Pop-Art und Stilllebenmalerei. Ich studierte von 1986 bis 1991 Objekt- und Produktdesign mit dem Schwerpunkt Malerei und Zeichnung an der Fachhochschule Aachen bei Christiane Maether und Ulf Hegewald. Von 1991 bis 2004 war ich bei der Puma AG beschäftigt. Seit 2004 bin ich als freischaffender Künstler tätig.

2. Wie und warum sind Sie nach Bamberg gekommen?

Da ich von 1991 bis 2004 Chefdesigner bei Puma war und mein Beruf sehr viel reisen und noch mehr Hektik beinhaltete, wollte ich in einer schönen, romantischen Umgebung wohnen, mich entspannen bzw. Qualität geniessen und mich inspirieren lassen. Das alles kann ich von Bamberg wunderbar aus machen. Hier gibt es das Große im Kleinen, das Weite im Engen, das Schöne im Alten und das Gelassene im täglichen Touristenstrom.

3. Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit besonders Spaß?

Seit dem selbstbestimmten Ende meiner Erfolgsära bin ich freier Maler des fantastischen Realismus und kritischer Beobachter des Zeitgeschehens. Ich gelte als Initiator der Retro-Revolution im Bereich des Sports als neuem Lifestyle und als Vordenker der Retro Art in der Malerei. Dort bin ich unsichtbaren Zusammenhängen auf der Spur, visualisiere das Unaussprechliche und kreiere damit Gemälde der Erkenntnis für den Betrachter. Also bildende Kunst im wahrsten Sinne des Wortes. Das macht mir riesigen Spaß, ist allerdings auch mit viel Leidenschaft und Hingabe verbunden.

4. Kommen wir nun zu Ihren Projektangeboten: Stellen Sie uns Ihr Projekt doch ein wenig näher vor.

Durch die zeichnerische und farbige Abbildung der eigenen Realität entsteht gleichzeitig Raum für das Unaussprechliche. Das Gefühlte. Alle jungen Menschen tragen das in sich und haben meistens noch nicht, oder selten die Möglichkeit das auszudrücken. Ziel wäre es, den jungen Menschen alternative Möglichkeiten zum eigenen Ausdruck aufzuzeigen und ihnen zu helfen ihren eigenen Weg zu finden. Selbstbestimmt und freidenkend. Junge Menschen brauchen Vorbilder und Werte an denen sie sich orientieren können. Diese zu finden bzw. erst einmal die Suche zu beginnen wäre mein Anliegen. Das Ganze würde spielerisch und doch ernsthaft durch mich initiiert. Mut-machen mit Mitteln der Kunst und des Designs.

5. Was war Ihr prägenstes kulturelles Erlebnis, bevor Sie 18 Jahre alt waren?

Im Alter von 12 Jahren mein Besuch im Atelier von Paul Cézanne in Südfrankreich. Dort wehte der Wind der Freiheit und der Kreativität. Cézanne kümmerte sich nicht um Mainstream oder um Kommerz, sondern war an Erkenntnis interessiert. Das spürte ich.

6. Zum Abschluss… 5 Bamberger Lieblinge und warum:

Claus Philipp Maria Schenk Graf von Stauffenberg der in der dunkelsten Stunde versuchte das Richtige zu tun.

Kaiserin Kunigunde, die sich nicht verbiegen ließ und viel Gutes für die Menschen getan hat. Ein Vorbild an Autonomie.

E.T.A. Hoffmann der die dunkle Seite der Romantik vortrefflich mit Fantasie und großer Gewandtheit beschrieben hat.

Der Bamberger Reiter, der es wagte mit einem Pferd in den Dom einzuziehen. Die Bamberger Bürger, die es schafften der übermächtigen Kirche einen Versammlungs- und Ratsaal in der Mitte der Regnitz abzutrotzen.

1. Lieblingsplatz: Kettenbrücke bei Sonnenuntergang

2. Lieblings-Kultur(institution): Staatsbibliothek und Sprachschule Treffpunkt

3. Lieblingscafé, -restaurant, -keller: Café Müller, Restaurant Messerschmitt, Spezi-Keller

4. Lieblingsfest: Kinosommer

5. Persönlicher Geheimtipp in Bamberg: Retro-Art-Atelier am Leinritt. Coole Location für Freidenker und große Geister. Stets gibt's einen Espresso, eine Atmosphäre der Harmonie von Kunst, Musik und Philosophie. Der Blick aus dem Fenster versetzt die Gedanken in Schwingung und schafft Raum für Kreativität. Hier wurde im Jahr 2004 die Retro Art erfunden.

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