Ralf Metzenmacher
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[13. Jan. 2009] Rückkehr aus Münster

Nach einem anstrengenden, aber ereignisreichen Wochenende bin ich heute aus Münster zurück gekehrt. Im Gepäck den Beweis, dass Retro-Art Wirklichkeit werden kann, in Michael Rickert, dem Kurator der Jovel Raucher-Galerie einen neuen Kunstfreund gefunden zu haben und das gute Gefühl mit meinen Bildern am richtigen Ort zu hängen.

Hier ist die Eröffnungsrede:

Meine Damen und Herren, liebe Freunde von Steffi Stephans legendärem Jovel, liebe Freunde der Kunst!

Es ist mir eine Ehre, heute die neue Raucher-Galerie im so erfolgreich gestarteten neuen Jovel mit einweihen zu dürfen. Auf Herz und Lunge getestet quasi. Für diese heiligen Hallen ist es ein Glücksfall, mit Ralf Metzenmacher einen aufstrebenden Künstler gewonnen zu haben, der mit seiner Zigarre den ersten symbolischen Zug am Glimmstengel der Erkenntnis macht. Besser gesagt: gemalt hat. Denn wie Sie unschwer erkennen können, stammt das symbolische Eröffnungswerk aus der Feder eines echten Meisters seines Malereifaches. Aber das Fachgebiet des Ralf Metzenmacher ist ein weiteres: Vom malerischen Schaffen als „Pinselartist“, wie er sich selbst nennt, bis hin zum Design- und Kollektionsgedanken in der Kunst. Uns allen ist der Gedanke, Originale als Druck in unterschiedlichen Farbgebungen zu vervielfältigen, spätestens seit Andy Warhol bekannt. Aber Ralf Metzenmacher hat das Rad - wenn auch nicht neu erfunden - so doch erheblich weitergedreht. Er spielt regelrecht mit den Farben, die sich in vielen unterschiedlichen Lebenswelten von uns allen wieder finden, wie auf einer Klaviatur der gelebten Gegenwart. Davon versteht Metzenmacher viel, denn als Chef-Designer bei PUMA hat er bis vor wenigen Jahren äußerst erfolgreich bewiesen, den Geschmack und Zeitgeist der Menschen zu treffen. Ob Madonna oder Michael Schumacher, ob Du oder ich auf der Straße und in Clubs wie dem Jovel, viele Menschen am Puls der Zeit tragen die PUMA-Schuhe, die Ralf Metzenmacher entworfen und gestaltet hat. Im Sinne des Zeitgeistes, der irgendwie nach „Retro“ schrie, in der Mode, wie in der Musik, wie in der Malerei.

Apropos Zeitgeist: Das, was Metzenmacher macht, ist in hohem Maße am Puls der Zeit und ebenso geistreich. Der Künstler ist Diagnostiker seiner und unser aller Umwelt. Und auch wenn es dem einen oder anderen ein wenig unangenehm sein mag, sich in den Bildern des Ralf Metzenmacher wieder zu finden, so ist es doch ein hilfreicher Spiegel, der uns vorgehalten wird. Wir erleben eine Barockisierung unserer Welt, eine Sehnsucht nach wohliger Schwere gepaart mit der modernen Hektik des konsumistischen Alltags. Metzenmachers malerische Antwort auf diese Bedürfnis lautet: Nun lebe auch die Retro-Art! Bei Ralf Metzenmacher sind die sichtbaren Teile der Bilder immer nur Teil ihrer Geschichte. Nur oberflächlicher Teil der ganzen Wahrheit gewissermaßen. Etwa die Zigarre ist nur vordergründig eine Zigarre. Sie ist schön gemalt, und sie ist peppig gedruckt. Sie ist leuchtend und sie ist auch elegant. Aber sie ist eben auch und vor allem ein Symbol. Ein Symbol für die Männlichkeit. Und zwar für die Männlichkeit, wie sie immer war und bleiben wird. Männlichkeit hat viele Symbole, etwa den tollen Wagen vor der Tür oder die tolle Frau im Arm, oder eben die coole Zigarre im Mundwinkel. Alles Edelsteine in der Krone des Königs gewissermaßen. In unserer sich ständig verweiblichenden Welt raucht ein echter Mann auch heute noch eine echte Zigarre. Wie beispielsweise unser Freund Udo Lindenberg nach einem gelungenen Konzert. Das mag man hier und dort als machohaft kritisieren, es ist aber die gelebte Realität. Und die ist gut so, denn nach getaner Arbeit sollte man sich belohnen dürfen, der eine so, der andere so.

Eine Gesellschaft braucht nach Metzenmachers anthropologischer Erkenntnis durchaus klare Rollen und Positionen. Diese nimmt der Mann von Welt eben auch mit seinen Statussymbolen ein, wie etwa einer dicken Zigarre zur rechten Zeit. Mit einer Zigarre nach einem gelungen Geschäft dokumentiert so mancher seine Position, er gönnt sich was Gutes. Dazu vielleicht einen Whiskey, und der Genuss kann kommen. Das gilt für junge und alte Männer gleichermaßen. Während sich früher eher der Opa oder der Onkel eine gegönnt haben, zünden sich heute auch immer mehr junge Männer eine Zigarre an. Ihre Botschaft: Seht her, ich hab es geschafft! Wie gesagt, dass muss nicht immer gut sein, ist aber ein Teil unserer Welt.

Metzenmachers Kunst beschreibt unsere Welt immer mit Symbolen, das gilt für seine über drei Dutzend Originale in den Zyklen zur Männlichkeit und zur Weiblichkeit, und das gilt auch für seinen aktuellen malerischen Zyklus „Eine Reise ins Schein-Heilige-Land“, in dem sich Metzenmacher mit den hochbrisanten Themen Religion und Fundamentalismus beschäftigt. Etwa auch mit dem Auftreten der USA in einem von Judentum und Islamismus geprägten Nahen Osten. Die Bilder seiner vollendeten ersten zwei Zyklen können sie hier und heute in einem großen Katalog einsehen, auf die neuen darf man sich getrost ebenso freuen.

Neben dem künstlerisch gelungenen visualisierten dicken Qualm ums Paffen und Status repräsentieren ist Ralf Metzenmacher aber noch aus einem anderen Grund von Steffi Stephan als erster Maler fürs Jovel ausgewählt worden: Im Herzen ist und war Metzenmacher immer ein echter „Lindianer“. Der gebürtige Aachener und heutige Bamberger verfolgt die Lebenswege von Steffi, Udo und dem ganzen Panikorchester seit Jahrzehnten. Und er macht mit dem Pinsel das, was Steffi und Co mit den Instrumenten machen: Er zupft den malerischen Bass des Steffi Stephan oder auch das Cello der Ellen ten Damme bei der „Stark wie Zwei“-Tour. Die hat Metzenmacher in Hamburg, Köln und auch hier bei der Jovel-Eröffnung in Münster besucht. Mit Respekt und höchster Anerkennung für das Lebenswerk der Lindianer, die bei den Mustangs, der Band von Steffi Stephan und Udo Lindenberg aus den Anfangsjahren, erste gemeinsame Schritte gingen und heute die verdiente Nummer 1 in den Augen echter Rocker in Deutschland sind. Metzenmacher selbst nennt sich den DJ der Malerei - weil er in die traditionellen Töne der Stilllebenmalerei die modernen Farben und Symbole der Gesellschaft von heute mixt.

Wie gesagt, dieser Metzenmacher ist ein scharfer Analytiker des Zeitgeistes. Seine Bilder sind dabei bewusst „unperfekt“, wie es Thorsten Wingenfelder von Fury in the Slaughterhouse singt und sagt. Im Weglassen besteht eine Kunst des Ralf Metzenmacher, im Banalisieren, im Reduzieren auf das Wesentliche. Er stellt das Unterbewusste der Menschen dar, indem er nicht sie selbst sondern ihr tiefes, in ihnen wohnendes Wesen malt. Portraits des Lebens sozusagen, ohne das zu zeigen, was schon jeder selbst gesehen hat. Oder auch fotografieren könnte. Denn Metzenmachers Bilder sind unrealistische Darstellungen des Realen. Des Unterbewussten eben. Auch des frechen im Schönen, des Bissigen im Harmonischen. Wie in der Musik. Und deshalb ist hier und heute der richtige Ort, für Sie, uns, Steffi Stephan und Ralf Metzenmacher. Ich danke Ihnen und wünsche uns allen weitere erkenntnisreiche Gespräche!

In den folgenden Tagen werde ich nach und nach die Presseberichte auf meine Medienseite integrieren, so dass ihr euch dort noch weiter informieren könnt.

www.jovel.de
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