2. Reptile Benz
Bildinformationen: 200cm x 75cm, Öl auf Leinwand
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Die Geschichte:
,Reptile Benz' zeigt die selbstgewählte Positionierung des Mannes als Reptil oder Predator. Er, der Jäger und Herrscher, der zu kämpfen bereit ist. Als Zeichen seiner Bereitschaft hat er auf der überlangen Motorhaube ein gesticktes 'Tribal' (ähnlich einer Tätowierung) gewählt. Diese Tribals gelten in vielen Naturvölkern und besonders auch in jugendlichen Gesellschaften der westlichen Welt als Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit. Ganz nach dem Motto: 'Seht her, ich tue, was ich will!'
Der in Dschungelgrün gehaltene Ausschnitt zeigt das Markenzeichen von Mercedes Benz im vorderen Teil einer aggressiv anmutenden Wagenspitze. So wie der Jäger des Dschungels seine Speerspitze als Waffe einsetzt, tut es unser Mann von heute mit seinem, ihm eigenen Machtinstrument. Das Bild soll einen animalischen Effekt erzielen, und deshalb ist der Scheinwerfer mehr zielsuchendes Auge denn technische Sehhilfe. Dieses Auge ist durch Schrauben mit dem Gesicht der Motorhaube verbunden.
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Daraus und aus den Nähte zwischen den Autoblechen ergibt sich ein Bezug zu mechanischen Wesen, die etwa in Filmen wie 'Predator' (mit Arnold Schwarzenegger) vorkommen. Die Botschaft dieses Bildes lautet: 'Ich räume mir den Weg frei, sei vorsichtig!'
Sie ist hochaktuell und grundsätzlich zugleich. Wer den alltäglichen Wahnsinn auf deutschen Autobahnen selbst erlebt, kann nachvollziehen, wie ernst die Fahrer mancher Fahrzeuge diese nicht ausgesprochene Botschaft nehmen. Und nicht nur die: Das Thema ist so aktuell, dass auch Gerichte (Testfahrer wegen fahrlässiger Tötung anklagen!) mit Aufsehen erregenden Urteilen dieses Verhalten ahnden und der Gesetzgeber mit erheblichen Verschärfungen im Bußgeldkatalog reagiert hat.
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