11. Piercing
Weiblichkeit unabhängig und selbstbewusst
Bildinformationen: 127cm x 92cm, Öl auf Leinwand
Die Geschichte: Piercing bringt es auf den Punkt. Oder anders ausgedrückt ,an den Ring'. Frauen tragen heute sehr oft neben einer Tätowierung an den verschiedensten Körperstellen auch Piercings als Schmuck. Diese Mode entwickelte sich aus den Musikbewegungen der USA wie Grunge und Hip-Hop der 80er und 90er Jahre. Auch in Deutschland hat sich diese Symbolik schnell bei Jugendlichen durchgesetzt. Jede aktuelle Musikband (der verschiedensten Musikrichtungen), z.B. Tokio Hotel, Kaiser Chiefs, Maximo Park etc. trägt Piercings als Symbol des heutigen Lifestyles.
Mein Piercing ist an einer besonders prägnanten Stelle zwischen dem dargestellten, aber real nicht existenten Objekt angebracht: als Verbindungsstück der Innenmuschel und Außenschale. So bildet es den zentralen Punkt des Bildes und verbindet die in kalten Farben gemalte Hülle mit der in rosa, pink gemalten inneren Muschel.
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Das Motiv kann man sich nicht nur als ein Sexualmerkmal vorstellen, sondern auch ganz lapidar als Ohr. Deshalb bietet dieses Motiv auch eine zweite Gedankenebene. Eine Art Tromp'leil (Augentäuschung) als Hinweis auf die Malerei des 17. Jahrhunderts. Der dargestellte Ring ist ein besonderes Piercingobjekt, nämlich mein mittlerweile verlorengegangener Ohrring. Die zusätzlich angebrachten kleinen Nieten signalisieren die Unabhängigkeit einer imaginären Frau in der von Männern geprägten Welt.
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