Geschichten aus 1001 Nacht
Fremde Länder, Menschen und andere Kulturen haben mich schon immer fasziniert. Schon als Kind liebte ich Geschichten aus ,1001 Nacht'. Da wurde von betrügerischen Großwesiren, armen Bettlern, ungerechten Sultanen, schönen, aber unglücklichen Prinzessinnen und von edlen Jünglingen erzählt. Diese tapferen Helden retteten ohne Angst vor Tigern, Wüsten und Seeungeheuern ganze Sultanreiche und Dynastien. Immer klug beraten von einfachen Leuten des Volkes und mit dem Herz am rechten Fleck. Solche Geschichten erregten mein Interesse und waren eine Motivation, mich diesem Thema seriös zu widmen.
Die Orientalen in der Malerei
In der Nachlassliste Rembrandts fand ich 'Ein schöner junger türkischer Prinz'.
Ich suchte mir die Vorlagen und Abbildungen in den gängigen Publikationen. Dort
fand ich den Hinweis, dass seit den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts
der Ausdruck 'turcxe tronie' 'Türkenkopf' , öfters benutzt wurde. Dieser
Ausdruck ist natürlich irreführend, da die typische türkische Kopfbedeckung
seit einigen Jahrhunderten nicht mehr der Turban der Sultane ist. Dennoch brachten die
Autoren und die damaligen Leser dieses Synonym mit dem Orient in Verbindung.
Einige Phantasieporträts dieser 'Türkenköpfe' sind heute in Museen zu sehen;
es sind meist in reiche Gewänder gekleidete Gestalten mit einem bunt geschmückten
Turban auf dem Haupt. |
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Am eindruckvollsten ist wohl das Gemälde Rembrandts, das heute im Metropolitan Museum
in New York hängt. Die lebensgroße Figur ist in einen weiten goldbestickten
Mantel gehüllt und hebt sich vor einem grauen Bildhintergrund ab, dem Lichtwirkung
und lockerer Pinselstrich die Monotonie nehmen. Der Mann scheint freilich eher ein
Holländer zu sein, der sich für diese Gelegenheit verkleidet hat, als ein
Orientale, den man in dem kosmopolitischen Amsterdam dieser Zeit durchaus hätte
finden können.
Die Stories:
Alle Arbeiten zum Thema 'Geschichten aus 1001 Nacht' sind hier aufgeführt.
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