Der Rallipan
Meine Malerei ist geprägt von der Idee, dass ein Betrachter sich anderswohin in eine imaginäre Welt träumen und mich in meine gemalte Welt begleiten könnte, vorausgesetzt, er besitzt einen Schlüssel für die Tür zu meiner Welt. Im Griechischen heißt diese Idee Metaphora (Metapher) und bedeutet Übertragung, anderswohin tragen oder übertragen.
Die Surrealisten benutzen besonders diese Form der Kommunikation. Auf diesem Weg konnten sie Einblicke in ihr Innerstes geben und dabei neue, bis dahin unbekannte Welten erschließen und sichtbar machen.
So ähnlich war es auch bei mir. Ich träumte oft davon, Blumen zu malen oder selber eine Blume zu sein. Schön, zerbrechlich und nicht ewig. Da mir die Bedeutungstiefe bei einer bloßen Abbildung fehlte, wollte ich meinen Blumendarstellungen einen verborgenen Sinn geben. Ich wählte die Zeile aus einem Lied von Udo Lindenberg (CD: Götterhämmerung, Song: Extremisten, 1984), als Geschichte, die es zu übersetzen gab. Diese Zeile hieß: '...ich bin die wilde Blume an der dunklen Mauer; ein Widerstandsgewächs.'
Welche Blume käme in Frage? Es sollte eine besondere Art sein, am liebsten eine, die es in der Realität nicht gibt. Ich erfand eine Blume, die zu den Liliengewächsen gehören könnte und vom Namen her Verwandtschaft mit den Tulpen hat. Ein alter Name für die Tulpen ist 'Tulipan'. In Holland heißen sie noch heute so.
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Ich nannte meine Blume ‚Rallipan’, eine Verbindung meines Spitznamens ‚Ralli’ mit der Endung des alten Namens.
Die Stories:
Alle Arbeiten zum Thema 'Der Rallipan' sind hier aufgeführt.
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